07.12.2016 - www.blick.ch
Kategorie: Generelle Medienberichte , Tödliche Tauchunfälle

Schweizer (†62) stirbt nach Tauchausflug

JAKARTA (INDONESIEN) - Ein Mann ist in Indonesien nach einem Schnorcheltag gestorben. Er habe über Unwohlsein geklagt, doch die Ärzte konnten ihn nicht mehr retten.

Nach einem Tauchausflug im Bunaken National Marine Park unweit der indonesischen Insel Sulawesi ist ein Schweizer (†62) gestorben. Er habe über Unwohlsein geklagt und wurde ins Spital eingeliefert. Doch jede Hilfe kam zu spät, die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun. 

Ein örtlicher Polizeisprecher bestätigte den Todesfall gegenüber der Zeitung «Jakarta Post». Gegen 11.20 Uhr habe der Mann seinen Tauchgang beendet und erklärt, es gehe ihm nicht gut. Als es ihm nach der Rückkehr ins Hotel nicht besser ging, sei er ins Spital gebracht worden. Bei der Ankunft sei der Mann bereits bewusstlos gewesen – und blau angelaufen. Auch im Spital habe sich sein Gesundheitszustand nicht verbessert. Möglicherweise sei der Mann bei der Ankunft im Spital bereits tot gewesen.

Laut den Ärzten hätten Atemnot und ein Herzfehler zum Tod geführt – Hinweise auf Verletzungen seien keine gefunden worden. 

Die Schweizer Botschaft in Indonesien habe die Ehefrau des Toten bereits benachrichtigt. Er sei im Kanton Bern als Bergretter und Arzt tätig gewesen. (stj)

2. Meldung vom 7.12.2016, www.blick.ch

Held der Berge stirbt beim Tauchen in Indonesien

JAKARTA - Ein Schweizer Taucher verstarb am Montag in Indonesien – er war kein Unbekannter: Der Berner Bruno Durrer (†62) war schweizweit als Spezialist für alpine Rettung bekannt.

Als Arzt rettete Bruno Durrer (62) unzählige Leben – nun wurde ihm sein eigenes genommen: Nach einem Tauchunfall starb der beliebte Bergdoktor und leitende Notarzt der Air-Glaciers Lauterbrunnen am Montag in Indonesien.

Die Todesursache seien Atemnot und ein Herzfehler, schreiben lokale Medien. Der Arzt klagte nach einem Tauchausflug im Bunaken National Marine Park unweit der indonesischen Insel Sulawesi über Unwohlsein – und verstarb wenig später im Spital

«Er war sehr wichtig für die Gemeinde»

Bruno Durrer war seit fast 30 Jahren Hausarzt in Lauterbrunnen. Er war als Rettungsarzt für die Air-Glaciers im Einsatz, organisierte die Praxis in Mürren und die Ambulanz im Ort, schreibt die «Jungfrau Zeitung». Durrer galt als einer der renommiertesten Spezialisten für alpine Rettung in der Schweiz. Neben seiner Tätigkeit als Mediziner absolvierte er auch eine Ausbildung als Bergführer.

Im Dorf sitzt der Schock über seinen Tod tief: «Ich konnte es sehr gut mit ihm», sagt der Lauterbrunner Gemeindepräsident Martin Stäger zur «Berner Zeitung». «Er war sehr wichtig für die Gemeinde, als Retter und Hausarzt.»

Durrer sei ein so sicherheitsbewusster Mensch gewesen, sagt der Präsident der SAC-Sektion Lauterbrunnen, René Feuz. Er könne sich nicht vorstellen, dass er bei seinem Tauchgang etwas Gefährliches unternommen habe. Durrers Tod schockiert ihn: «Das kommt für mich aus heiterem Himmel, und mir fehlen die Worte. Das Leben ist brutal.» (kra)


 

 

Letzte Medienberichte

Die letzten von der FTU registrierten Medienberichte zum Thema Tauchen:

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Warum nicht mehr Informationen?

Die FTU wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, wieso sie nicht mehr Details von Tauchunfällen publizieren. Auch wirft man ihr vor, sie würde "aus Bequemlichkeit" hinter dem Datenschutz verstecken und "auf den Informationen hocken".

Leider sind der Datenschutz, aber noch vielmehr das Amtsgeheimnis und das Arztgeheimnis die grossen Hindernisse, die kaum zu überwinden sind. Zudem hat die FTU als Verein des privaten Rechts keinerlei Recht auf Einsicht in behördliche Akten (Polizei, Gerichte, Gutachter etc.) und wird auch nicht von Behörden über Tauchunfälle informiert. Die Lösung dieses Problems funktioniert nur über die Entbindung von den verschiedenen Geheimnissen durch den Betroffenen bzw. bei einem Toten durch dessen Verwandten - sofern überhaupt möglich.

Aus diesem Grund können wir gemeinsam nur eines tun: Alle Taucher aufrufen, dass sie nach einem Tauchunfall den Hergang mit allen Details der FTU melden und diese gleichzeitig ermächtigen, den Sachverhalt in geeigneter Form zu publizieren.


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