02.04.2004 - Thurgauer Zeitung
Kategorie: Generelle Medienberichte

Tauchverbot an der Stedi von Mammern

Am Landungssteg Mammern darf ab sofort nicht mehr getaucht werden. Mit diesem Verbot will der Gemeinderat präventiv wirken.

MAMMERN - Der tödliche Tauchunfall vom 15. Februar dieses Jahres (TZ berichtete) am Landungssteg Mammern trug dazu bei, dass die Situation des Sporttauchens von der Gemeindebehörde unter die Lupe genommen wurde. «Wir werden jetzt am Landungssteg ein Tauch- und Badeverbot anbringen», erklärte gestern auf telefonische Anfrage Frau Gemeindeammann Anita Dähler-Engel. Damit will die Behörde Unfällen vorbeugen. Der Entscheid wurde in Absprache mit der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein gefällt. Schwierige Situationen gab es auch immer wieder für die Kursschifffahrt mit unmittelbar vor einem anlegenden Kursschiff auftauchenden Tauchern. Obwohl bekannt ist, dass jegliches Sporttauchen bei Steganlagen, Landungsstegen und bei Bootsliegeplätzen (auch Bojenfeldern) verboten ist, wurde immer wieder gegen diese Verordnung verstossen. Auch das Schwimmen und Tauchen in den Fahrlinien der Kursschiffe ist verboten. Der Tauchclub Frauenfeld rief, ausgelöst durch dieses Tauchverbot am Landungssteg Mammern, in einem Rundschreiben alle Taucher dazu auf, sich als vorbildlichen Tauchclub hervorzutun und das Tauchen in Mammern sofort zu unterlassen. Taucher aus verschiedenen Kantonen nutzten bisher auf Zusehen hin kostenlos die Infrastruktur am See. (kü.)

 

 

Letzte Medienberichte

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Warum nicht mehr Informationen?

Die FTU wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, wieso sie nicht mehr Details von Tauchunfällen publizieren. Auch wirft man ihr vor, sie würde "aus Bequemlichkeit" hinter dem Datenschutz verstecken und "auf den Informationen hocken".

Leider sind der Datenschutz, aber noch vielmehr das Amtsgeheimnis und das Arztgeheimnis die grossen Hindernisse, die kaum zu überwinden sind. Zudem hat die FTU als Verein des privaten Rechts keinerlei Recht auf Einsicht in behördliche Akten (Polizei, Gerichte, Gutachter etc.) und wird auch nicht von Behörden über Tauchunfälle informiert. Die Lösung dieses Problems funktioniert nur über die Entbindung von den verschiedenen Geheimnissen durch den Betroffenen bzw. bei einem Toten durch dessen Verwandten - sofern überhaupt möglich.

Aus diesem Grund können wir gemeinsam nur eines tun: Alle Taucher aufrufen, dass sie nach einem Tauchunfall den Hergang mit allen Details der FTU melden und diese gleichzeitig ermächtigen, den Sachverhalt in geeigneter Form zu publizieren.


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