21.02.2005 - Stiftung Zürcher Blutspendedienst
Kategorie: Generelle Medienberichte

Blutspenden und Tauchen? Information

Wir weisen alle BlutspenderInnen auf folgenden Abschnitt hin, welcher im «Merkblatt für BlutspenderInnen über Infektionskrankheiten» der Stiftung Zürcher Blutspendedienst enthalten ist. Sobald wir weitere Informationen haben, werden wir diese hier ergänzen.

Auszug aus dem Merkblatt

«Buschauffeure und Lokomotivführer und Personen mit ähnlicher unmittelbarer Verantwortung für das Leben anderer sollten ihren Beruf frühestens 12 Stunden nach der Spende wieder ausüben, Piloten nach 24 Stunden.»

«Spender mit Hobbies wie TAUCHEN oder Fallschirmspringen dürfen erst 48 Stunden nach der Spende dieses wieder ausüben.»

Die Abklärung beim SBZ (Schweiz. Blutspendezentrum) hat Folgendes ergeben: Die 48 Stunden gelten nicht wegen der geringeren Sauerstofftransportkapazität (wegen der geringeren Blutkörperchenmenge) und auch nicht im Zusammenhang der mit der Blutspende verbundenen Entwässerung. Es wird nach dem Blutspenden allgemein empfohlen, für 48 Stunden grössere sportliche Anstrengungen zu vermeiden, nicht nur speziell das Tauchen. Nicht zuletzt wird aus juristischen Gründen eine Sportpause von 48 Stunden verlangt. Untersuchungen ob das Tauchen innerhalb von 48 Stunden nach dem Blutspenden gefährlich ist, wurden keine gemacht.

 

 

Letzte Medienberichte

Die letzten von der FTU registrierten Medienberichte zum Thema Tauchen:

Die von der FTU gesammelten Medienberichte sind in folgenden Themenkreisen gruppiert:


Warum nicht mehr Informationen?

Die FTU wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, wieso sie nicht mehr Details von Tauchunfällen publizieren. Auch wirft man ihr vor, sie würde "aus Bequemlichkeit" hinter dem Datenschutz verstecken und "auf den Informationen hocken".

Leider sind der Datenschutz, aber noch vielmehr das Amtsgeheimnis und das Arztgeheimnis die grossen Hindernisse, die kaum zu überwinden sind. Zudem hat die FTU als Verein des privaten Rechts keinerlei Recht auf Einsicht in behördliche Akten (Polizei, Gerichte, Gutachter etc.) und wird auch nicht von Behörden über Tauchunfälle informiert. Die Lösung dieses Problems funktioniert nur über die Entbindung von den verschiedenen Geheimnissen durch den Betroffenen bzw. bei einem Toten durch dessen Verwandten - sofern überhaupt möglich.

Aus diesem Grund können wir gemeinsam nur eines tun: Alle Taucher aufrufen, dass sie nach einem Tauchunfall den Hergang mit allen Details der FTU melden und diese gleichzeitig ermächtigen, den Sachverhalt in geeigneter Form zu publizieren.


Wichtige Links

Die wichtigsten Informationen mit einem Klick: