Sammeln und Auswerten

Samarangersee, Österreich, Thomas Ehrensperger (2000)

Eine Hauptaufgabe der FTU ist die Erfassung von Tauchunfällen, die sich in Schweizer Gewässern ereignen. Die dabei gesammelten Informationen werden von ausgewiesenen Spezialisten der Bereiche Recht, Tauchmedizin und Tauchausbildung ausgewertet und in einer jährlich publizierten Unfallstatistik aufgearbeitet. Diese soll allen am Tauchsport Beteiligten Personen und Körperschaften dabei helfen, Unterwasseraktiviäten noch sicherer zu gestalten.



Tauchunfall-Statistik

Die FTU-Tauchunfallstatistik basiert auf den bei der FTU und der Partnerorganisation DAN eingegangenen Unfall-Erfassungsformularen. Dank der wachsenden Zusammenarbeit der bei Taucherrettungen und -behandlungen beteiligten Organisationen werden wir nach fünf Jahren Aufbauarbeit bald repräsentativere Statistiken präsentieren können - zumindest was die ernsthafteren Vorfälle betrifft.

Statistik aufgrund von Medienberichten und anderen gesicherten Quellen

 Jahr

Tödliche Unfälle
in der CH

Zwischenfälle
in der CH

Tödliche Unfälle von CH-Bürgern im Ausland

Zwischenfälle von CH-Bürgern im Ausland

 2000  6  5    
 2001  4      
 2002  4      
 2003  12      
 2004  5      
 2005  4      
 2006  3  4    
 2007  5  3    
 2008  3  3    
 2009  6  6    
 2010  3  11 1  2
 2011  5  4**)    
 2012  6  3    
 2013
 5  8**) / 40***) 0 / 29***)
 2014

 3

10    
 2015

 3

          4                1  
 
2016*)

4
     

*)    laufendes Jahr (Stand: 13.06.2016)
**)  davon ein Apnoetaucher
***) ergänzt am 08.09.2014 - berücksichtigt die DAN EUROPE Suisse Informationen. Details siehe FTU/DAN Tauchunfälle - Fallsammlung 2013. 


FTU Unfallberichte


Weitere Unfallberichte

Aktuelle Medienberichte

Die letzten von der FTU registrierten Medienberichte zum Thema Tauchen:


Warum nicht mehr Informationen?

Die FTU wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, wieso sie nicht mehr Details von Tauchunfällen publizieren. Auch wirft man ihr vor, sie würde "aus Bequemlichkeit" hinter dem Datenschutz verstecken und "auf den Informationen hocken".

Leider sind der Datenschutz, aber noch vielmehr das Amtsgeheimnis und das Arztgeheimnis die grossen Hindernisse, die kaum zu überwinden sind. Zudem hat die FTU als Verein des privaten Rechts keinerlei Recht auf Einsicht in behördliche Akten (Polizei, Gerichte, Gutachter etc.) und wird auch nicht von Behörden über Tauchunfälle informiert. Die Lösung dieses Problems funktioniert nur über die Entbindung von den verschiedenen Geheimnissen durch den Betroffenen bzw. bei einem Toten durch dessen Verwandten - sofern überhaupt möglich.

Aus diesem Grund können wir gemeinsam nur eines tun: Alle Taucher aufrufen, dass sie nach einem Tauchunfall den Hergang mit allen Details der FTU melden und diese gleichzeitig ermächtigen, den Sachverhalt in geeigneter Form zu publizieren.


Wichtige Links

Die wichtigsten Informationen mit einem Klick: